Feature: New Work. Neue Strukturen für die Arbeitswelt?

Feature in der Evangelischen Zeitung über New Work in Hamburg. Ist der Begriff hohle Phrase oder befinden wir uns wirklich mitten in der Transformation bekannter Arbeits-Strukturen? Ein Feature über den Wert von Arbeit in der modernen Gesellschaft.Ein Thema, unterschiedliche Sichtweisen: Welchen Wert hat Arbeit in unserer Gesellschaft? Und befindet sich unsere Arbeitswelt im Umbruch, weg von festgefahrenen Strukturen hin zu flexiblen Modellen?

Drei Gesprächspartner habe ich für dieses Feature besucht: Elena Tzara und Uwe Lübbermann vom Hamburger Unternehmen Premium Cola und Oliver Malicke, der für „Clickworker“ textet.

Premium Cola funktioniert als Kollektiv und stellt die Mechanismen der freien Marktwirtschaft auf den Kopf. Das Produkt ist Mittel zum Zweck; produziert wird genau so viel, wie das Kollektiv benötigt, damit alle Beteiligten fair bezahlt werden können. Es geht nicht um Expansion, steigende Um- oder Absätze. Das klingt auf dem ersten Blick ganz einfach, heißt aber auch, dass alle, die an Premium Cola mitfeilen, ein hohes Verantwortungsbewusstsein und eine hohe Flexibilität mitbringen müssen. Das kann nicht jede/r. Doch wer zum Kollektiv passt, findet hier eine Kombination aus eigenverantwortlichem Arbeiten und gegenseitiger Wertschätzung.

Auch die Arbeit bei „Clickworker“ setzt Flexibilität, vor allem aber Disziplin voraus. Der Text-Anbieter zerlegt seine Jobs in Mikro-Aufträge und verteilt die in seinem Pool an freien Mitarbeitern. Autoren wie Oliver Malicke müssen sich selbst motivieren, denn sie arbeiten somit meist vom Home Office aus. Klingt easy, doch neben der erwähnten Selbstmotivation fehlt Malicke vor allem eines: Die Wertschätzung. Die Auftragsverteilung erfolgt anonym; und wer hier richtig verdienen will, muss ganz schön in die Tasten hauen.

New Work: Mehr Schein als Sein? Ein Text aus der Evangelischen Zeitung, November 2015

Regine Marxen. Die Schreibfrau. New Work. Feature Evangelische Zeitung

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