App vs Papier: Dr. Johannes Jacubeit über LifeTime

Die simpelsten Ideen haben oft das größte Potential. Dr. med. Johannes Jacubeit, Founder der connected-health.eu GmbH, konzentriert sich bei seiner App LifeTime auf nur einen Fokus: Auf eine Arzt-Patienten-Kommunikation ohne Papier.

Dr. med. Johannes Jacubeit Gründer LifeTime Interview Regine Marxen Die Schreibfrau

Foto: connected-health.eu GmbH

Für Health Relations habe ich mit Johannes Jacubeit über seine App, über stagnierende Digitalisierungs-Prozesse in Deutschland und über seine Ziele 2018 gesprochen.

2018 launchte Jacubeit seine App LifeTime. Mit ihr können Befunde und medizinische Dokumente unkompliziert digital zwischen Praxiscomputer und Patienten-Smartphone ausgetauscht werden. Die Übertragung erfolgt zwischen der LifeTime-App für Patienten und dem LifeTimeHub, der Hardware für den Praxistresen, oder per LifeTime-Desktop, der Software für den Praxiscomputer. Damit hat der Patient die eigenen Gesundheitsdaten wie Röntgenbilder und Arztbriefe immer dabei – auf seinem Handy. Er kann Befunde digital empfangen oder einscannen.

Die Dateien sind verschlüsselt, nur er selbst hat Zugriff darauf. Alles in einer App. Ohne Berge von Papier, die Patient und Arzt horten. Das ist es, was Johannes Jacubeit erreichen will: Eine effiziente, komfortable und zeitgemäße Arzt-Patienten-Kommunikation, die ohne Papier auskommt.

Eine Idee, der in Hamburg inzwischen fast 300 Ärzte folgen. Die Hansestadt ist Firmensitz der connected-health.eu Gmbh, LifeTime ist eine Marke dieses Unternehmens. 2018 soll die App deutschlandweit vermarktet werden. Zusätzlich verspricht der Arzt und CEO Johannes Jacubeit in diesem Jahr die Implementierung neuer Features. Besonders eines wäre von den Ärzten sehr gewünscht worden. Präsentiert werden diese in der diesjährigen Keynote Mitte des Jahres.

Für das LifeTime Team wird es ein vielversprechendes 2018. Zudem Anfang des Jahres potente Geldgeber in das Projekt investiert haben. Ein spannendes Gespräch mit einem Arzt, der in die Start-up-Szene wechselte. Und hier einiges bewegen will. Von der Basis an. Denn Digitalisierung, sagt er, funktioniert nur, wenn die Ärzte von Anfang an mit in den Entwicklungsprozeß einbezogen werden.

“Ärzte innovieren keine Tech. Sie innovieren Medizin. Aber sie haben eine klare Vorstellung, wie Abläufe sein können”, sagt Jacubeit.

Wer an der Ärzteschaft vorbei entwickelt und nicht mit diesen kommuniziert, riskiert das Scheitern seines Projekts.

Das vollständige Interview auf healthrelations.de finden Sie hier

Beitragsbild: LifeTime